Momentan ist der Markt für Mobiltelefon-Betriebssysteme recht einfach aufgebaut, denn es gibt – neben einigen Eigenentwicklungen von Firmen wie Samsung oder Sony Ericsson – im Prinzip nur zwei bis drei wirklich verbreitete Softwares. Darunter fallen Namen wie Windows Mobile, iOS (welches jedoch für das iPhone reserviert ist) und natürlich das Android Handy, welches in letzter Zeit die größten Fortschritte unter den Mitbewerbern macht.
Android wird vom US-amerikanischen Internetkonzern Google hergestellt und kann allein aus diesem Grund schon eine gewisse Marktmacht vorzeigen. Denn was Google anpackt gelingt mit erschreckender Regelmäßigkeit. Nicht anders verläuft es bei ihrem ersten Betriebssystem für Mobiltelefone, welches 2008 vorgestellt und seitdem recht häufig aktualisiert wurde. Mittlerweile kann der geneigte Käufer hochpreisige Android Handys wiederfinden, die sich mit großen Touchscreens und immer beeindruckender klingenden Spezifikationen gegenseitig übertrumpfen wollen. Android ist dementsprechend auch nur äußerst selten auf kleineren Modellen zu finden; der Fokus liegt ganz klar auf gehobenen Ansprüchen. Als Erkennungsmerkmal fungiert dabei ein grüner Roboter, eine Art digitales Maskottchen, das bei einigen Herstellern auch auf dem Gehäuse der Telefone zu finden ist.
Besonderen Wert legt man bei Google auf eine übersichtliche Benutzerführung und eine einfache Verknüpfung mit Diensten, die sowieso jeder Privatanwender mehr oder weniger häufig nutzt. Sehr simpel fällt zum Beispiel der Zugang zu YouTube oder Google Mail aus, denn auf dem Startbildschirm des Betriebssystems sind Verweise auf diese beiden Dienste bereits integriert. Natürlich koppelt sich der Anwender somit an Google, denn die vielen angebotenen Anwendungen tragen dazu bei, dass man unter Umständen irgendwann gar nicht mehr ohne Google klarkommt. Auch die Navigationssoftware benutzt beispielsweise Google Maps oder Google Earth, um den Anwender durch verschlungene Pfade zu lotsen.
Damit sind die größten Nachteile aber auch schon passé, denn in den übrigen Disziplinen präsentiert sich Google insbesondere im Vergleich zur derzeit laschen Konkurrenz überaus durchdacht und anwenderfreundlich. Einzelne Hersteller erweitern das Betriebssystem darüber hinaus mit eigenen Benutzeroberflächen, die an den wenigen Stellen, an denen Google noch Nachholbedarf hat, noch einmal zusätzlich Hand anlegen. Dass das funktioniert, beweisen neue Statistiken aus den USA, wo Android hinter dem BlackBerry OS von Research In Motion bereits das meistgenutzte System für Mobiltelefone überhaupt ist.